Die Geschichte von W.ORTSPIEL

Die Anfänge von W.ORTSPIEL gehen auf Ruth Margarete Seils zurück, die seit 1982 erlebnishafte Zugänge zu biblischen Texten entwickelt, Bibliodrama leitet und lehrt.
Sie gehört zur ersten Generation von Bibliodramaleiter/innen in Deutschland.

1986 beginnt Ruth Seils damit, eine Ausbildung in Bibliodrama nach eigenem Ausbildungsmodell anzubieten, das sie in Anlehnung an das Modell der TZI (Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn) entwickelt hat.

Um die Bibliodramaarbeit im südwestdeutschen Raum weiter auszubauen, wird auf Initiative von Ruth Seils 1997 die Gruppe W.ORTSPIEL Werkstatt für Bibliodrama gegründet. Die Gründungsmitglieder sind Ruth Seils (als Ausbilderin) sowie Gerhard Blessing, Susanne Einsiedel, Ursula Wieland, Annemarie Holzwarth, Karin Jähme und Ulf Pomerenke.
Seit 1997 gibt es ein gemeinsames Seminarprogramm und eine gemeinsam getragene Öffentlichkeitsarbeit.

1999 beginnt die regelmäßige Mitwirkung beim Bibilodramazentrum auf den Deutschen Evangelischen Kirchentagen, eine verstärkte Vernetzung mit anderen Bibliodramaleiter/innen und –ausbilder/innen in Deutschland sowie eine verstärkt ökumenische Ausrichtung.
Das Ausbildungskonzept von W.ORTSPIEL wird restrukturiert und weiterentwickelt.
Es wird ein Team von Ausbilder/innen etabliert.

2003 wird der Verein W.ORTSPIEL Werkstatt für Bibliodrama e.V. mit Sitz in Ludwigsburg gegründet.
Verwaltungsrat: Ulf Pomerenke (Vorsitzender), Karin Jähme (Stellvertretende Vorsitzende), Susanne Einsiedel (Schatzmeisterin), Annemarie Holzwarth (Schriftführerin) sowie Gerhard Blessing, Andrea Schmid und Ursula Wieland / Sr. Angelina Schwendemann (seit 2008).

Zweck des Vereins ist die Förderung des Bibliodramas durch ein weit gefächertes Programm an Seminaren sowie durch ein Fortbildungsangebot mit der Qualifizierung zum/r Bibliodramaleiter/in.

2009 wird die Bibliodrama-Ausbildung von W.ORTSPIEL e.V. durch die Gesellschaft für Bibliodrama (GfB) mit Sitz in Berlin offiziell anerkannt.


Der Name W.ORTSPIEL weist auf das Verständnis hin, unter dem wir Bibliodrama leiten:

„Wir spielen den Text und die Worte biblischer Geschichten, und wir spielen sie an einem Ort. So werden sie leibhaftig erfahrbar und verbinden sich mit unserer je eigenen Realität“ und „Keine Theologie ohne den Ort des Menschen.“ (Ruth Seils)

„Wort“, „Ort“ und „Spiel“ sind die wesentlichen Komponenten unseres Bibliodramas:
Das Wort, der Text ist das Fremde, das uns begegnet wie ein Gast, den wir einlassen.  Das Wort spricht an, irritiert, fordert heraus, überrascht, ermutigt, befreit,…..
Für das Wort einen Ort im Raum zu finden, hilft uns zu einem tieferen, auch emotionalen Verstehen. Durch das Verorten des Textes entsteht eine „Textlandschaft“. Die Worte werden begehbar und erfahrbar.
Im Spiel setzen wir uns auf experimentelle Weise mit dem Wort auseinander. Wir entdecken und erproben neue Verhaltens- und Lebensmöglichkeiten.
(Ulf Pomerenke)